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Erdbeben Kathmandu

Nepali Times: „Das lange Warten“

„Wann können wir nach Hause gehen“. Diese Frage kommt täglich mehrmals von den 488 Überlebenden aus der Stadt Langtang. 175 Menschen in diesem Ort sind tot, immer noch Hunderte vermisst. Viele sind enttäuscht, dass sie nicht einmal die traditionellen Totenrituale durchführen konnten.

Vermisste unter den Trümmern zu wissen und nicht vor Ort zu sein ist belastend und sehr traurig. Und was tun wenn wir zurück sind? Nicht einmal eine Butterlampe können wir im Namen der Toten opfern, sagt die 65 jährige Tsering Dawa. Sie hatte Glück, war auf dem Feld als sich das gewaltige, alles zerstörende Beben ereignete. Ihre Freundin Maya Sangmo verlor 11 Familienmitglieder.

Die 35 jährige Tsering Mingmar  (Bild) musste zusehen wie ihr 15 Jahre alter Sohn von einem Felsen erschlagen wurde. Sie selber brach sich nur den Arm. Zuerst verbrachte sie zwei Wochen im Krankenhaus in Patan und lebt jetzt in einem Kloster mit Ihrem Mann und zwei ihrer Kinder. Eine Delegation aus Langthang hat die Regierung gebeten, Geologen in ihr Gebiet zu entsenden, um die Sicherheit bei der Rückkehr zu klären. Danach haben japanische Wissenschaftler das Gebiet besucht und für sicher erklärt. Doch auf die Zustimmung der Regierung warten diese Menschen immer noch.